Setzen! Sechs.
GDmaster, am 11:41
Meine Rechtschreibung ist bestimmt nicht die beste - zugegeben.
Doch seit wie vielen Jahren ist dieser Fehler auf der Startseite von GayRomeo?
Na, wer findet ihn?
Ich gebe einen Tipp: Einige Qualitäten werden bei GayRomeo ganz groß geschrieben.
Doch seit wie vielen Jahren ist dieser Fehler auf der Startseite von GayRomeo?
Na, wer findet ihn?
Ich gebe einen Tipp: Einige Qualitäten werden bei GayRomeo ganz groß geschrieben.
Peter Plate von Rosenstolz spricht über Urlaub
baumarktpflanze, am 00:02

Auftritt von Rosenstolz
Peter Plate von Rosenstolz mal ganz privat: Die SWR3-Moderatorin Evi Seibert sprach mit dem Sänger auf dem Flughafen über seinen bevorstehenden Trip nach Barcelona, den absoluten Traumurlaub und die beste Hotelbar.
Das fünfminütige Interview gibts hier online zum Nachhören.
Kleine Begriffskunde: Heteronormativität
baumarktpflanze, am 00:01
Der Begriff der "Heteronormativität" wird immer wieder gerne im Bereich des schwulen Contents benutzt. Aber was ist das eigentlich?
Auch wenn der Terminus gerne benutzt wird, existiert überraschenderweise eine genaue Definition des Begriffes eigentlich gar nicht. Ich versuche ihn mal zu umreissen: Heteronormativität bezeichnet im Grunde die Annahme, dass Heterosexualität die "normale" Sexualität ist und dass es nur zwei Geschlechter auf der Welt gibt. Wohlgemerkt sind das keine Festlegungen, sondern teilweise unbewusste und reflexive Annahmen eines Individuums. Aber diese Annahmen scheinen wiederum so festzustehen, dass man sie nicht weiter zu hinterfragen scheint.

Die etwas andere Regenbogenfamilie
Moment der Unsicherheit
Ein Beispiel: Wenn sich zwei Menschen auf der Straße treffen und unterhalten, gehen beide Personen im Normalfall bewusst oder unbewusst davon aus, dass der Gesprächspartner heterosexuell ist. Gleichzeitig kann der eine den anderen aber auch einordnen: Er kann meist sagen, dass die andere Person männlich oder weiblich ist. Dass man diese Annahmen treffen kann und trifft ist ein Ergebnis der Heteronormativität. In dem Augenblick aber, wo einer der beiden Annahmen widerlegt werden, entsteht ein Moment der Unsicherheit.
Sicherung geltender Macht- und Herrschaftsstrukturen
Wir glauben also, dass Heterosexualität und auch Zweigeschlechtlichkeit eine gewisse Normalitätsstruktur hat. Das bedeutet aber auch, dass etwas als Normalität angesehen wird, was im Grunde aber eine gesellschaftliche Konstruktion ist, die geltende Macht- und Herrschaftsverhältnisse sichert. Nicht umsonst gelten Schwule und Lesben nicht als normal, sondern sind erst einmal anders. Die Heteronormativität ist aber nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen zu finden, sondern auch viel grundsätzlicher verankert: in den gesellschaftlichen Strukturen, in der Familie, in Arten der Organisation. Es ist damit eigentlich nicht möglich, dem heteronormativen Ordnungssystem zu entkommen.

Ausschluß aus der Gesellschaft
Komplexitätsgrad aus Beziehungen genommen
Wozu soll aber die Heteronormativität dienen? Auf der einen Seite erleichtert sie die Orientierung in der Welt, in dem sie Dinge vereinfacht. Damit wird ein gewisser Komplexitätsgrad in zwischenmenschlichen Beziehungen herausgenommen. Das Verhalten eines Menschen scheint so berechenbarer zu sein und schafft eine gewisse Erwartungssicherheit. Auf der anderen Seite aber polarisiert diese Tatsache ungemein, sie reduziert die Vielfalt und priviligiert in gewisser Hinsicht heterosexuelle Lebensweisen und -praktiken. Somit entsteht eine Hierarchie zwischen Homosexualität und Heterosexualität.
Auch wenn der Terminus gerne benutzt wird, existiert überraschenderweise eine genaue Definition des Begriffes eigentlich gar nicht. Ich versuche ihn mal zu umreissen: Heteronormativität bezeichnet im Grunde die Annahme, dass Heterosexualität die "normale" Sexualität ist und dass es nur zwei Geschlechter auf der Welt gibt. Wohlgemerkt sind das keine Festlegungen, sondern teilweise unbewusste und reflexive Annahmen eines Individuums. Aber diese Annahmen scheinen wiederum so festzustehen, dass man sie nicht weiter zu hinterfragen scheint.

Die etwas andere Regenbogenfamilie
Moment der Unsicherheit
Ein Beispiel: Wenn sich zwei Menschen auf der Straße treffen und unterhalten, gehen beide Personen im Normalfall bewusst oder unbewusst davon aus, dass der Gesprächspartner heterosexuell ist. Gleichzeitig kann der eine den anderen aber auch einordnen: Er kann meist sagen, dass die andere Person männlich oder weiblich ist. Dass man diese Annahmen treffen kann und trifft ist ein Ergebnis der Heteronormativität. In dem Augenblick aber, wo einer der beiden Annahmen widerlegt werden, entsteht ein Moment der Unsicherheit.
Sicherung geltender Macht- und Herrschaftsstrukturen
Wir glauben also, dass Heterosexualität und auch Zweigeschlechtlichkeit eine gewisse Normalitätsstruktur hat. Das bedeutet aber auch, dass etwas als Normalität angesehen wird, was im Grunde aber eine gesellschaftliche Konstruktion ist, die geltende Macht- und Herrschaftsverhältnisse sichert. Nicht umsonst gelten Schwule und Lesben nicht als normal, sondern sind erst einmal anders. Die Heteronormativität ist aber nicht nur in zwischenmenschlichen Beziehungen zu finden, sondern auch viel grundsätzlicher verankert: in den gesellschaftlichen Strukturen, in der Familie, in Arten der Organisation. Es ist damit eigentlich nicht möglich, dem heteronormativen Ordnungssystem zu entkommen.

Ausschluß aus der Gesellschaft
Komplexitätsgrad aus Beziehungen genommen
Wozu soll aber die Heteronormativität dienen? Auf der einen Seite erleichtert sie die Orientierung in der Welt, in dem sie Dinge vereinfacht. Damit wird ein gewisser Komplexitätsgrad in zwischenmenschlichen Beziehungen herausgenommen. Das Verhalten eines Menschen scheint so berechenbarer zu sein und schafft eine gewisse Erwartungssicherheit. Auf der anderen Seite aber polarisiert diese Tatsache ungemein, sie reduziert die Vielfalt und priviligiert in gewisser Hinsicht heterosexuelle Lebensweisen und -praktiken. Somit entsteht eine Hierarchie zwischen Homosexualität und Heterosexualität.
Mutti gesichtet
GDmaster, am 11:26
Die "Mutti", das Maskottchen von GayRomeo und Spitzname für einen Server, wurde am vergangenen Wochenende in den Niederlanden gesichtet.
Und zwar auf einer Gracht: Klick mich
Dieses "GayRomeo Boot" ließ sich auf der "Canal Parade" bewundern.
Zum Foto
Ich frage mich, welche Internet-Adresse auf den Röhren(?) aufgedruckt ist. Sachdienliche Hinweise bitte in den Kommentaren.
Schätzungen zufolge nahmen eine halbe Million Zuschauer an der diesjährigen GayPride in Amsterdam teil.
Bei Youtube findet sich auch ein Video über die Veranstaltung.
Zum Video
Und zwar auf einer Gracht: Klick mich
Dieses "GayRomeo Boot" ließ sich auf der "Canal Parade" bewundern.
Zum Foto
Ich frage mich, welche Internet-Adresse auf den Röhren(?) aufgedruckt ist. Sachdienliche Hinweise bitte in den Kommentaren.
Schätzungen zufolge nahmen eine halbe Million Zuschauer an der diesjährigen GayPride in Amsterdam teil.
Bei Youtube findet sich auch ein Video über die Veranstaltung.
Zum Video
Veni, vidi, vici
GDmaster, am 10:49
Oh man, das waren echt stressige Tage für mich!
Es hat sich gelohnt - habe bestanden und bin echt glücklich. Eine Prüfung kommt noch, das ist jedoch noch ein bissel hin und diese letzte Prüfung schaffe ich bestimmt.
Fange mit sofortiger Wirkung wieder an zu bloggen.
Hätte nicht gedacht, dass der Sascha in meine Abwesenheit so dermaßen viel auf die Beine stellt - Respekt.
Es hat sich gelohnt - habe bestanden und bin echt glücklich. Eine Prüfung kommt noch, das ist jedoch noch ein bissel hin und diese letzte Prüfung schaffe ich bestimmt.
Fange mit sofortiger Wirkung wieder an zu bloggen.
Hätte nicht gedacht, dass der Sascha in meine Abwesenheit so dermaßen viel auf die Beine stellt - Respekt.
“Meine Schätzung: Rund ein Fünftel bis ein Viertel unserer männlichen Leser…
baumarktpflanze, am 00:01
Der Chefredakteur des Männermagazins Men's Health, Wolfgang Melcher, stand uns bereits gestern Rede und Antwort. Heute spricht er über das Interesse heterosexueller Männer an schwulen Thematiken, den Anteil schwuler Leser seines Magazins und den Wandel des CSD.

Frauenträume: Mein Mann,...
Sex wann immer und so oft ihr wollt
Lies erstmal Teil 1
Lieber Herr Melcher, wie hoch schätzen Sie das Interesse an schwulen Thematiken bei heterosexuellen Männern ein?
Das Interesse ist nicht groß, aber es ist sicherlich vorhanden. Wohl eine Mischung aus Neugier und Sensationslust, vielleicht sogar mit einer Prise Neid (Ihr Schwulen habts gut, Sex wann immer und so oft ihr wollt und das auch noch ohne stundenlanges Vorspiel!). Allerdings gilt als Einschränkung das oben gesagte.
Können Sie einschätzen, wie hoch der Anteil an schwulen Lesern bei Ihrem Magazin ist?
Wie viele unserer Leser schwul sind, wissen wir nicht, wir haben es nie marktforscherisch erhoben und das Thema wird natürlich auch nicht in den großen Markt-Media-Studien abgefragt. Meine Schätzung: rund ein Fünftel bis ein Viertel unserer männlichen Leser sind schwul. Die einzige Zahl in dieser Richtung aus einer Studie, die mir bekannt ist, stammt aus dem Jahr 2004 (Coming Out Sind Schwule wirklich anders, Innofact AG). Demnach lesen immerhin 28,3 % der 449 befragten schwulen Männer zumindest gelegentlich Mens Health Platz 4 hinter den großen Magazinen Spiegel, Stern und Focus.

...mein Pferd,...
Ein Fünftel bis ein Viertel der Leser schwul
Können Sie grundsätzlich sagen, welche Entwicklungen zu einem möglichen Wandel beigetragen haben? Glauben Sie, dass das Internet dazu beiträgt, dass Schwule offener leben können?
Für mich schwierig zu beurteilen ... Ich glaube aber eher nicht, dass das Internet eine große Rolle bei dieser Veränderung gespielt hat. Zum einen weil der Wandel sicherlich schon deutlich früher seine Wuzeln hat, zum anderen weil er doch eher ausgegangen ist von der Politik, von der Medienberichterstattung, vom (mehr oder weniger freiwilligen) Outing Prominenter, von der Wandlung des CSD von einer sehr politischen zu einer Massenveranstaltung...

...mein Persil!
Ob der CSD seinen Beitrag leisten kann?
Glauben Sie, dass unsere Gesellschaft weiterhin offensive Toleranzkampagnen wie den CSD nötig hat?
Grundsätzlich sind Toleranzkampagnen sicherlich weiter nötig. Ob der CSD da allerdings seinen Beitrag leisten kann? Was nicht heißt, dass er keine Berechtigung hat. Doch meiner Ansicht nach dient er inzwischen eher der Unterhaltung und dem Kommerz als der Durchsetzung von gesellschaftspolitischen Zielen.
Lieber Herr Melcher, vielen Dank für das Gespräch!
Nächste Woche: Die Pressesprecherin des LSVD, Renate Rampf
Sie erklärt, warum Sendungen mit schwulem Content nicht zur Prime Time gezeigt werden können, weshalb es gut ist, dass der CSD eine kommerzielle Veranstaltung geworden ist und warum das Klischee der Schwulen auch eine Chance ist.
Nächsten Montag auf Gay Dating Tricks!
Mehr zum Thema findest Du hier:
"Homosexualität scheint zu einem Trend-Thema hochgejazzt zu werden. Das kann nach hinten losgehen."
Patrick Kremers, Redaktionsleiter des schwulen Jugendmagazins dbna.de, über das Aufkommen von Communitys, den Wandel in der Gesellschaft und den Niedergang des CSD
Wo ist der moderne Mann?
Früher war alles einfacher: Der Mann aus der Marlborowerbung war das geltende Männerideal - unrasiert, egoistisch und karrieregeil. Dann kam der metrosexuelle Mann, der sich pflegt und eincremt. Und nun gibt es gar kein Männerbild mehr. Oder doch?
Was ist nur aus dem CSD geworden?
Der CSD hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter vom eigentlichen politischen Anspruch entfernt. Es ist höchste Zeit für eine Trendwende.

Frauenträume: Mein Mann,...
Sex wann immer und so oft ihr wollt
Lies erstmal Teil 1
Lieber Herr Melcher, wie hoch schätzen Sie das Interesse an schwulen Thematiken bei heterosexuellen Männern ein?
Das Interesse ist nicht groß, aber es ist sicherlich vorhanden. Wohl eine Mischung aus Neugier und Sensationslust, vielleicht sogar mit einer Prise Neid (Ihr Schwulen habts gut, Sex wann immer und so oft ihr wollt und das auch noch ohne stundenlanges Vorspiel!). Allerdings gilt als Einschränkung das oben gesagte.
Können Sie einschätzen, wie hoch der Anteil an schwulen Lesern bei Ihrem Magazin ist?
Wie viele unserer Leser schwul sind, wissen wir nicht, wir haben es nie marktforscherisch erhoben und das Thema wird natürlich auch nicht in den großen Markt-Media-Studien abgefragt. Meine Schätzung: rund ein Fünftel bis ein Viertel unserer männlichen Leser sind schwul. Die einzige Zahl in dieser Richtung aus einer Studie, die mir bekannt ist, stammt aus dem Jahr 2004 (Coming Out Sind Schwule wirklich anders, Innofact AG). Demnach lesen immerhin 28,3 % der 449 befragten schwulen Männer zumindest gelegentlich Mens Health Platz 4 hinter den großen Magazinen Spiegel, Stern und Focus.

...mein Pferd,...
Ein Fünftel bis ein Viertel der Leser schwul
Können Sie grundsätzlich sagen, welche Entwicklungen zu einem möglichen Wandel beigetragen haben? Glauben Sie, dass das Internet dazu beiträgt, dass Schwule offener leben können?
Für mich schwierig zu beurteilen ... Ich glaube aber eher nicht, dass das Internet eine große Rolle bei dieser Veränderung gespielt hat. Zum einen weil der Wandel sicherlich schon deutlich früher seine Wuzeln hat, zum anderen weil er doch eher ausgegangen ist von der Politik, von der Medienberichterstattung, vom (mehr oder weniger freiwilligen) Outing Prominenter, von der Wandlung des CSD von einer sehr politischen zu einer Massenveranstaltung...

...mein Persil!
Ob der CSD seinen Beitrag leisten kann?
Glauben Sie, dass unsere Gesellschaft weiterhin offensive Toleranzkampagnen wie den CSD nötig hat?
Grundsätzlich sind Toleranzkampagnen sicherlich weiter nötig. Ob der CSD da allerdings seinen Beitrag leisten kann? Was nicht heißt, dass er keine Berechtigung hat. Doch meiner Ansicht nach dient er inzwischen eher der Unterhaltung und dem Kommerz als der Durchsetzung von gesellschaftspolitischen Zielen.
Lieber Herr Melcher, vielen Dank für das Gespräch!
Nächste Woche: Die Pressesprecherin des LSVD, Renate Rampf
Sie erklärt, warum Sendungen mit schwulem Content nicht zur Prime Time gezeigt werden können, weshalb es gut ist, dass der CSD eine kommerzielle Veranstaltung geworden ist und warum das Klischee der Schwulen auch eine Chance ist.
Nächsten Montag auf Gay Dating Tricks!
Mehr zum Thema findest Du hier:
"Homosexualität scheint zu einem Trend-Thema hochgejazzt zu werden. Das kann nach hinten losgehen."
Patrick Kremers, Redaktionsleiter des schwulen Jugendmagazins dbna.de, über das Aufkommen von Communitys, den Wandel in der Gesellschaft und den Niedergang des CSD
Wo ist der moderne Mann?
Früher war alles einfacher: Der Mann aus der Marlborowerbung war das geltende Männerideal - unrasiert, egoistisch und karrieregeil. Dann kam der metrosexuelle Mann, der sich pflegt und eincremt. Und nun gibt es gar kein Männerbild mehr. Oder doch?
Was ist nur aus dem CSD geworden?
Der CSD hat sich in den vergangenen Jahren immer weiter vom eigentlichen politischen Anspruch entfernt. Es ist höchste Zeit für eine Trendwende.
“Leider haben viele heterosexuelle Männer ein Problem damit, für schwul gehalten…
baumarktpflanze, am 00:01
Der Chefredakteur des Männermagazins "Men's Health", Wolfgang Melcher, über schwule Themen in seinem Magazin, die Angst heterosexueller Männer, für schwul gehalten zu werden und homosexuelle Klischees in den Medien.
Lieber Herr Melcher, sie sind Chefredakteur beim Männermagazin "Men's Health". Stellen Sie einen Wandel der Gesellschaft in der Meinung bei schwulen Thematiken fest?
Den Wandel gibt es meiner Ansicht nach definitv, er ist sicherlich nicht nur ein Medien-Hype. Im Gegenteil: In letzter Zeit ist es in der Berichterstattung über schwule Themen doch eher ruhiger geworden ist wohl nicht mehr so spannend, jetzt, wo schon einiges (aber eben noch lange nicht alles) erreicht ist.
Ist das Ihrer Ansicht nach problematisch?
Darin steckt meiner Ansicht nach auch ein Problem: Wo die Gesellschaft davon ausgeht, dass wir doch schon die völlige Gleichstellung erreicht haben, da fehlt das Verständnis für Forderungen nach Verbesserungen zur weiteren Angleichung ganz nach dem Motto "Was wollt Ihr denn jetzt noch?". Die wenigsten Heterosexuellen wissen doch beispielsweise, mit wie viel weniger Rechten ein verpartnerter Mann im Vergleich zum verheirateten Mann ausgestattet ist. In der Zeitung steht ja schließlich auch, dass Udo Walz seinen Partner geheiratet habe ...

Männerträume: Mein Haus,...
"Was wollt Ihr denn jetzt noch?"
Würden Sie der These zustimmen, dass Schwule und Lesben in den Medien vor allem klischeeisiert dargestellt werden?
Klischees? In den meisten Fällen ja, leider.
Werden schwule und lesbische Thematiken Ihrer Ansicht nach in den Medien genug gewürdigt?
Es könnte sicherlich mehr sein. Aber so ist das nunmal mit uns Medien: Wird ein Thema normal, ist es eben nicht mehr so im Fokus.
Wie beurteilen Sie die Entwicklung, dass es in vielen Serien inzwischen auch einen schwulen oder lesbischen Charakter gibt?
Dass es im TV mehr Schwule und Lesben zu sehen gibt, die ein ganz normales Leben leben, also auch mal die Bösen sind, oder einfach nur strunzlangweilig, halte ich für absolut begrüßenswert.

...mein Boot,...
vorsichtig mit explizit schwuler Optik
Warum haben Ihrer Meinung nach Serien, die vermehrt auf schwule und lesbische Thematiken setzen, wie beispielsweise Six feet under oder Queer as folk, in Deutschland nur sehr wenig Erfolg?
Dass die von Ihnen angesprochenen Kultserien in Deutschland kaum Erfolg haben, liegt meiner Ansicht nach vor allem am falschen Sendeplatz bzw. dem falschen Sender.
Glauben Sie, dass offensiv schwule Themen auf dem Cover Auflagenkiller sind?
Ganz ehrlich: ein wenig trifft das sicherlich zu, leider.
Dann ganz konkret an Ihrem Magazin: Wie würden Sie die Zielgruppe Ihres Magazins beschreiben?
Aktive, körperorientierte Männer zwischen 18 und 40, die immer auf der Suche nach Anregungen und Tipps sind, wie sie (noch) mehr aus Ihrem Leben machen können, sich weiterentwickeln. Die gerne Mann sind, immer auf der Suche nach neuen Trends und relevanten Ratschlägen. Und die sich dabei selbst nicht immer 110 prozentig ernst nehmen.

...mein Auto!
Frauenmagazine haben es deutlich einfacher
Warum behandelt Ihr Magazin nicht auch schwule Thematiken? Warum handeln die erotischen Geschichten nicht auch mal von zwei Männern?
Weil Mens Health ein Magazin für Männer und kein Magazin nur für schwule Männer ist. Bei allen Fortschritten die es in Sachen Toleranz sicherlich in Deutschland gegeben hat: Gerade in einem Magazin, dass schon auf dem Cover einen halbnackten Mann zeigt und in dem es auch im Inneren viel Männerhaut zu sehen gibt, dass also schon mal unter Anfangsverdacht steht, muss man mit schwulen Themen und explizit schwuler Optik vorsichtig sein. Denn leider ist es nach wie vor so, dass viele heterosexuelle Männer ein Problem damit hätten, für schwul gehalten zu werden. Auf Deutsch: Würde Mens Health noch stärker als ohnehin in vielen Augen als potentiell schwule Zeitschrift angesehen, würden viele heterosexuelle Männer unser Magazin nicht mehr lesen aus Angst, selbst für schwul gehalten zu werden. Das muss man sicherlich bedauern, ändern lässt es sich so schnell leider nicht. Frauenmagazine haben es da übrigens deutlich einfacher, auch lesbische Themen aufzunehmen. Frauen haben eben einfach weniger Berührungsängste mit Homosexualität.
Und morgen: Wolfgang Melcher über das Interesse heterosexueller Männer an schwulen Thematiken, den Anteil schwuler Leser seines Magazins und den Wandel des CSD.
Mehr zum Thema findest Du hier:
"Homosexualität scheint zu einem Trend-Thema hochgejazzt zu werden. Das kann nach hinten losgehen."
Patrick Kremers, Redaktionsleiter des schwulen Jugendmagazins dbna.de, über das Aufkommen von Communitys, den Wandel in der Gesellschaft und den Niedergang des CSD
Wo ist der moderne Mann?
Früher war alles einfacher: Der Mann aus der Marlborowerbung war das geltende Männerideal - unrasiert, egoistisch und karrieregeil. Dann kam der metrosexuelle Mann, der sich pflegt und eincremt. Und nun gibt es gar kein Männerbild mehr. Oder doch?
Lieber Herr Melcher, sie sind Chefredakteur beim Männermagazin "Men's Health". Stellen Sie einen Wandel der Gesellschaft in der Meinung bei schwulen Thematiken fest?
Den Wandel gibt es meiner Ansicht nach definitv, er ist sicherlich nicht nur ein Medien-Hype. Im Gegenteil: In letzter Zeit ist es in der Berichterstattung über schwule Themen doch eher ruhiger geworden ist wohl nicht mehr so spannend, jetzt, wo schon einiges (aber eben noch lange nicht alles) erreicht ist.
Ist das Ihrer Ansicht nach problematisch?
Darin steckt meiner Ansicht nach auch ein Problem: Wo die Gesellschaft davon ausgeht, dass wir doch schon die völlige Gleichstellung erreicht haben, da fehlt das Verständnis für Forderungen nach Verbesserungen zur weiteren Angleichung ganz nach dem Motto "Was wollt Ihr denn jetzt noch?". Die wenigsten Heterosexuellen wissen doch beispielsweise, mit wie viel weniger Rechten ein verpartnerter Mann im Vergleich zum verheirateten Mann ausgestattet ist. In der Zeitung steht ja schließlich auch, dass Udo Walz seinen Partner geheiratet habe ...

Männerträume: Mein Haus,...
"Was wollt Ihr denn jetzt noch?"
Würden Sie der These zustimmen, dass Schwule und Lesben in den Medien vor allem klischeeisiert dargestellt werden?
Klischees? In den meisten Fällen ja, leider.
Werden schwule und lesbische Thematiken Ihrer Ansicht nach in den Medien genug gewürdigt?
Es könnte sicherlich mehr sein. Aber so ist das nunmal mit uns Medien: Wird ein Thema normal, ist es eben nicht mehr so im Fokus.
Wie beurteilen Sie die Entwicklung, dass es in vielen Serien inzwischen auch einen schwulen oder lesbischen Charakter gibt?
Dass es im TV mehr Schwule und Lesben zu sehen gibt, die ein ganz normales Leben leben, also auch mal die Bösen sind, oder einfach nur strunzlangweilig, halte ich für absolut begrüßenswert.

...mein Boot,...
vorsichtig mit explizit schwuler Optik
Warum haben Ihrer Meinung nach Serien, die vermehrt auf schwule und lesbische Thematiken setzen, wie beispielsweise Six feet under oder Queer as folk, in Deutschland nur sehr wenig Erfolg?
Dass die von Ihnen angesprochenen Kultserien in Deutschland kaum Erfolg haben, liegt meiner Ansicht nach vor allem am falschen Sendeplatz bzw. dem falschen Sender.
Glauben Sie, dass offensiv schwule Themen auf dem Cover Auflagenkiller sind?
Ganz ehrlich: ein wenig trifft das sicherlich zu, leider.
Dann ganz konkret an Ihrem Magazin: Wie würden Sie die Zielgruppe Ihres Magazins beschreiben?
Aktive, körperorientierte Männer zwischen 18 und 40, die immer auf der Suche nach Anregungen und Tipps sind, wie sie (noch) mehr aus Ihrem Leben machen können, sich weiterentwickeln. Die gerne Mann sind, immer auf der Suche nach neuen Trends und relevanten Ratschlägen. Und die sich dabei selbst nicht immer 110 prozentig ernst nehmen.

...mein Auto!
Frauenmagazine haben es deutlich einfacher
Warum behandelt Ihr Magazin nicht auch schwule Thematiken? Warum handeln die erotischen Geschichten nicht auch mal von zwei Männern?
Weil Mens Health ein Magazin für Männer und kein Magazin nur für schwule Männer ist. Bei allen Fortschritten die es in Sachen Toleranz sicherlich in Deutschland gegeben hat: Gerade in einem Magazin, dass schon auf dem Cover einen halbnackten Mann zeigt und in dem es auch im Inneren viel Männerhaut zu sehen gibt, dass also schon mal unter Anfangsverdacht steht, muss man mit schwulen Themen und explizit schwuler Optik vorsichtig sein. Denn leider ist es nach wie vor so, dass viele heterosexuelle Männer ein Problem damit hätten, für schwul gehalten zu werden. Auf Deutsch: Würde Mens Health noch stärker als ohnehin in vielen Augen als potentiell schwule Zeitschrift angesehen, würden viele heterosexuelle Männer unser Magazin nicht mehr lesen aus Angst, selbst für schwul gehalten zu werden. Das muss man sicherlich bedauern, ändern lässt es sich so schnell leider nicht. Frauenmagazine haben es da übrigens deutlich einfacher, auch lesbische Themen aufzunehmen. Frauen haben eben einfach weniger Berührungsängste mit Homosexualität.
Und morgen: Wolfgang Melcher über das Interesse heterosexueller Männer an schwulen Thematiken, den Anteil schwuler Leser seines Magazins und den Wandel des CSD.
Mehr zum Thema findest Du hier:
"Homosexualität scheint zu einem Trend-Thema hochgejazzt zu werden. Das kann nach hinten losgehen."
Patrick Kremers, Redaktionsleiter des schwulen Jugendmagazins dbna.de, über das Aufkommen von Communitys, den Wandel in der Gesellschaft und den Niedergang des CSD
Wo ist der moderne Mann?
Früher war alles einfacher: Der Mann aus der Marlborowerbung war das geltende Männerideal - unrasiert, egoistisch und karrieregeil. Dann kam der metrosexuelle Mann, der sich pflegt und eincremt. Und nun gibt es gar kein Männerbild mehr. Oder doch?
Wir waren offline!
baumarktpflanze, am 00:00
Leider waren wir gestern fast den ganzen Tag nicht mehr zu erreichen. Dies lag allerdings nicht an uns, denn der gesamte twoday.net-Server war offline. Es gibt ein Hardwareproblem mit dem Mainboards.
Wir bitten um Entschuldigung. Und machen ganz normal weiter, heute mit einem Interview mit dem Chefredakteur von "Men's Health", Wolfgang Melcher.
Viel Spaß weiterhin auf unserem Blog.
Wir bitten um Entschuldigung. Und machen ganz normal weiter, heute mit einem Interview mit dem Chefredakteur von "Men's Health", Wolfgang Melcher.
Viel Spaß weiterhin auf unserem Blog.
Tschaaakaaaaaa!
baumarktpflanze, am 00:02
Kleines Update über den Verbleib von meinem Blogpartner Stefan:
Er hat morgen wieder eine Prüfung, also drückt ihm bitte mit mir ganz ganz fest die Daumen, dass er die Prüfung übersteht.

Thumps up!
Stefan, Du schaffst das!
Er hat morgen wieder eine Prüfung, also drückt ihm bitte mit mir ganz ganz fest die Daumen, dass er die Prüfung übersteht.

Thumps up!
Stefan, Du schaffst das!
Morgen: Das große Interview mit dem Chefredakteur von “Men’s Health”
baumarktpflanze, am 00:01
Sie scheint die Zeitschrift für Schwule zu sein: die Men's Health!
Leser stehen meist unter dem Verdacht, zum anderen Ufer zu gehören: die durchtranierten Männer im Heft, der sportliche Typ auf dem Cover. Da ist es doch erstaunlich, dass gleichzeitig das Blatt kaum schwule Thematiken aufgreift und stattdessen das Bild des erfolgreichen heterosexuellen Mannes abbildet. Warum ist das so?
Wir haben mit dem Chefredakteur des Blattes, Wolfgang Melcher, darüber gesprochen. Er hat uns erzählt, weshalb es so schwer ist für ein Männermagazin, schwule Thematiken aufzugreifen und warum heterosexuelle Männer neidisch auf schwule Geschlechtsgenossen sind.
Die Antworten gibts morgen auf Gay Dating Tricks!
Bisher erschienen:
Patrick Kremers, Redaktionsleiter des schwulen Jugendmagazins dbna.de
Leser stehen meist unter dem Verdacht, zum anderen Ufer zu gehören: die durchtranierten Männer im Heft, der sportliche Typ auf dem Cover. Da ist es doch erstaunlich, dass gleichzeitig das Blatt kaum schwule Thematiken aufgreift und stattdessen das Bild des erfolgreichen heterosexuellen Mannes abbildet. Warum ist das so?
Wir haben mit dem Chefredakteur des Blattes, Wolfgang Melcher, darüber gesprochen. Er hat uns erzählt, weshalb es so schwer ist für ein Männermagazin, schwule Thematiken aufzugreifen und warum heterosexuelle Männer neidisch auf schwule Geschlechtsgenossen sind.
Die Antworten gibts morgen auf Gay Dating Tricks!
Bisher erschienen:
Patrick Kremers, Redaktionsleiter des schwulen Jugendmagazins dbna.de

